DNA-Genealogie - Haxter-Chronik

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DNA-Genealogie
Als genetische Genealogie wird die Anwendung der Genetik auf die Genealogie bezeichnet. Sie nutzt DNA-Analysen des menschlichen Genoms, um den Grad der Verwandtschaft zwischen Individuen oder deren Abstammung nach-weisen oder zumindest einschätzen zu können.

Ein gutes Basiswissen zum Aufbau und der Vererbung der menschlichen DNA erleichtert die Möglichkeiten von genealogischen DNA-Analysen zu verstehen. Die DNA befindet sich in der Zelle, wobei die autosomale DNA, X-DNA und Y-DNA im Zellkern sowie die mtDNA in den Mitochondrien platziert sind. Die autosomale DNA ist in 22 Chromosomenpaaren organisiert. Die Geschlechtschromosomen sind bei Männern je ein X-Chromosom (X-DNA) und ein Y-Chromosom (Y-DNA), während Frauen zwei X-Chromosom-Paare haben.

Beide Eltern vererben ihren Kindern autosomale DNA. Die X-DNA wird von der Mutter an die Kinder und vom Vater an die Töchter vererbt (X-chromosomaler Erbgang). Die Y-DNA wird vom Vater an die Söhne vererbt (paternaler Y-chromosomaler Erbgang). Die mtDNA wird von der Mutter an die Kinder vererbt (maternaler mtDNA-Erbgang). Während Chromosomenpaare der Eltern sich bei Kindern zur autosomalen DNA und bei Töchtern zur X-DNA rekombinieren ("vermischen") wird Y-DNA und mtDNA als Kopie weitergegeben.

Sowohl bei der Rekombination als auch beim Kopieren der DNA entstehen mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit Mutationen und sonstige Erbfehler, deren Wirkung je nach Position in den Genen von harmlos bis letal reicht. Mutationen können auch positive Effekte haben (siehe "erfolgreiche" Punktmutationen/SNPs) und tragen entscheidend zur Evolution bei.

DNA von zwei beliebigen Menschen ist zu 99,5 % identisch; der Unterschied erklärt sich aus der genetischen Variation. Zum Vergleich: Schimpansen und Menschen teilen 98,8 % der DNA. Das Erscheinungsbild des Menschen (Phänotyp) wird durch den Genotyp, aber auch durch nicht vererbbare erworbene Eigenschaften beeinflusst. Da die meisten Erbfaktoren (Gene) doppelt vorliegen (Diploid: auf jedem Chromosomenpaar einmal), ist es in der Merkmalsausprägung entscheidend, ob ein Gen dominant, rezessiv, kodominant oder intermediär ist.


© by Mirko Haxter von Löwenberg 2016-18
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