Familiennamen - Haxter-Chronik

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Familiennamen
Heutzutage hat fast jeder Mensch einen Familiennamen und in der zivilisierten Welt ist er nicht mehr weg zu denken!

Bis ins Mittelalter kamen unsere Ahnen noch ohne diesen aus. Stattdessen hatten sie manchmal Beinamen, mit denen etwa "Johann, der Schäfer" von "Johann, dem Müller" oder von "Johann, mit den krausen Haaren" unterschieden wurde. Nach und nach wurden diese Beinamen für die ganze Familie verwendet und auch auf die nächste Generation vererbt; so entstanden nach und nach unsere heutigen Familiennamen.

Häufig wurden Berufe zum Familiennamen benutzt: Müller, Schneider, Richter, Vogt, etc.
Teilweise sind sie auch schwer als Beruf zu erkennen, da es sich um (altertümliche) Dialektbezeichnungen handelt.
Auch die Namen, die aus charaktaristischen Arbeitsgeräten, Tätigkeiten, Produkten oder Kleidungsstücken entstanden sind, gehören in diese Gruppe.

Eine andere Gruppe ist die der sogenannten Übernamen (Spitznamen), die eine auffällige Eigenschaft bezeichnen. Neben der Körpergröße ist es häufig das Aussehen der Haare (braun, schwarz, kraus), der Körperstatue oder auch der äußere Ausdruck. Bei den charakterlichen Eigenschaften kam wohl teilweise auch Kritik zum Ausdruck, z.B. Hahn, Wunderlich, Liebermann, Großmann, etc.).

In die dritte Gruppe sind die Familiennamen aufgelistet, die sich aus Rufnamen entwickelten. Das heißt der Vorname des Vaters, wurde zum Nachnamen des Kindes, z.B. Jacobsen, Jansen, etc.
In Island und anderen nordischen Ländern ist dies heute noch Gang und Gebe.

Zur vierten und letzen Gruppe gehören die Namen, die aufgrund von Herkunfts- und Wohnstätten-Namen, sowie von lokalen Flurnamen oder regionaler Bezeichnungen in einer bestimmten Landschaft, enstanden sind.

Aufgrund dieser Vielfalt sind solche Herkunftsbezeichnungen nicht unter den häufigsten Familiennamen zu finden.
Während diese vier Möglichkeiten, Familiennamen zu bilden, überall praktiziert wurden (auch in anderen Sprachen), gibt es immer noch regionale Unterschiede. Gerade das Nord-Süd-Gefälle zeigt dieses ganz deutlich. Während man z.B. in Norddeutschland "Berghoff" heißt, nennt man sich im Süden der Republik "Berghöfer".

Hinzu kommen noch die unzähligen Abwandlungen, Schreibgewohnheiten und auch Übersetzungsfehler, z.B.
Meier - Meyer - Maier, Schmidt - Schmitt, Hofmann - Hoffmann, etc., die sich oft überraschender Weise klar räumlich voneinander abgrenzen lassen.
© by Mirko Haxter von Löwenberg 2016-18
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