Oberschlesien - Haxter-Chronik

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Oberschlesien
Wappen von Oberchlesien


Das Wappen zeigt einen hal­ben unbe­krön­ten ober­schle­si­schen gol­de­nen Adler auf blauem Grund
und einem rechtsgerichteten goldenen Sensenblatt und gekreuz­ten gol­de­nen Ham­mer und Schle­gel darunter.


Oberschlesien (deutscher schlesischer Dialekt: Aeberschläsing oder Oberschläsing, polnisch: Górny Śląsk, polnischer oberschlesischer Dialekt: Gůrny Ślůnsk, tschechisch: Horní Slezsko) ist der südöstliche Teil der historischen Region Schlesien, der heute größtenteils in Polen (in der Woiwodschaft Oppeln und der Woiwodschaft Schlesien) liegt. Der Westteil des bis 1918 bei Österreich verbliebenen Österreichisch-Schlesien gehört hingegen zu Tschechien.
Als historische Hauptstadt Oberschlesiens gilt die Stadt Oppeln. Im östlichen Teil Oberschlesiens erstreckt sich das weiträumige oberschlesische Industriegebiet mit dem Zentrum Kattowitz.

Durch Erbteilung unter den Piasten und andere Geschehnisse war Schlesien wie viele Regionen Europas in viele Herrschaftsgebiete zersplittert. Ohne dass eine offizielle Zweiteilung bestanden hätte, hatte sich für den Nordwesten mit 16 Herzog- und Fürstentümern die Bezeichnung Niederschlesien eingebürgert, für den Südosten mit acht Herzog- und Fürstentümern die Bezeichnung Oberschlesien. Beide umfassten darüber hinaus noch ein paar kleinere Herrschaften.

Bevor im 19. Jahrhundert die Verwaltungsstrukturen gestrafft wurden, hatte Oberschlesien die Herzog- und Fürstentümer Teschen (Księstwo Cieszyńskie), Troppau (Knížectví opavské), Jägerndorf (Krnovské knížectví), Oppeln (Księstwo opolskie), Ratibor (Ratibořské knížectví), Bielitz (Księstwo Bielskie), Pleß (Księstwo Pszczyńskie) und Beuthen (Księstwo bytomskie) umfasst.

Als historische Landschaft grenzt Oberschlesien an die historischen Landschaften Niederschlesien im Nordwesten, Großpolen im Norden, Kleinpolen im Osten und Mähren im Süden.

Die preußische Provinz Oberschlesien und die 1922 davon abgetrennte Autonome Woiwodschaft Schlesien grenzten an die preußische Provinz Niederschlesien, an die Woiwodschaften Posen (zuvor preußische Provinz Posen), Lodsch, Kielce und Krakau, sowie das tschechoslowakische Land Schlesien, das 1928 mit dem Land Mähren zum Land Mähren-Schlesien vereinigt wurde.

Die heutigen Woiwodschaften Schlesien und Oppeln, die die ehemalige preußische Provinz umfassen, allerdings nach Westen und Osten darüber hinausgehen, grenzen an die Woiwodschaften Niederschlesien, Großpolen, Lodsch, Heiligkreuz und Kleinpolen, sowie an den Mährisch-Schlesischen Kraj und den Olmützer Kraj Tschechiens.
Bedeutende Flüsse Oberschlesiens sind u. a. die Weichsel, die Oder, die Olsa (tsch.: Olza, poln.: Olsza). die Malapane (Mała Panew), die Glatzer Neiße (Nysa Kłodzka), die Oppa (tsch.: Opava, poln.: Opawa), die Raude (poln.: Ruda) und die Klodnitz (Kłodnica).

Die höchste Erhebung der beiden oberschlesischen Woiwodschaften ist der 1220 m hohe Widderberg (Barania Góra) in Schlesische Beskiden. Der höchste Berg im tschechischen Teil Schlesiens ist der 1491 m hohe Altvater (Praděd) im Altvatergebirge (Hrubý Jeseník).
© by Mirko Haxter von Löwenberg 2016-18
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