St. Saturnina - Haxter-Chronik

Haxter
Chronik
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St. Saturnina

Erinnerungsstein an der Stiftskirche Neuenheerse

"Nicht weit von der Villa Sanctis (heute Sains-les-Marquion) ist ein Jungfrauenstift, wo die hl. Saturnina ruht. Diese heilige Jungfrau, in Deutschland in einem vornehmen Hause geboren, hatte von der Kindheit an ihrem Herrn die Jungfrauschaft gweiht. Als die Eltern sie nach Art der Weltleute verheiraten wollten, floh sie, kam in die Nähe jenes Ortes und vollendete dort den Lauf ihres Lebens durch das Martyrium. Der Mann nämlich, dem ihre Eltern sie versprochen hatten, verfolgte die Flüchtige und schlug ihr das Haupt ab. Die heilige Jundfrau trug nun, wie die Legende erzählt, ihr Haupt in den Händen in die Kirche des heiligen Remigius. Bei dieser Kirche bauten die Christen ein Kloster und übergaben es einer Gemeinschaft von Jundfrauen..." so der Bericht eines Kanoniker der Bischofskirche in Cambrai (1041-1043).

In Neuenheerse spricht man heute noch von dem "französichen" Mädchen und meint damit Saturnina. Die Legende besagt:
"Als man die Reliquien von Sains fortbringen wollte, blieben die Pferde stillstehen und waren durch nichts in Bewegung zu bringen, bis man einen Arm zurückgab. Tätsächlich findet sich in Sains nur noch ein Ellenknochen..." allerdings war die Geschichte aus Frankreich zu dieser Zeit in Heerse nicht bekannt.

Die Reliquien der hl. Saturnina sind um das Jahr 887, unter Bischof Biso, nach Heerse gekommen. So besagt es die Inschrift aus dem 15. Jahrhundert auf der Rückseite der Papst-Papyrusurkunde. Die Gebeine der anderen beiden Jungfrauen, Fortunata und Valeria, sind ebenfalls zu dieser Zeit übertragen worden sein.



Attribute: sie trägt den Spinnrocken; zu ihren Füßen 2 Rindsköpfe.

Patronin der Stiftskirche Neuenheerse

Namenstag: 20. Mai
© by Mirko Haxter von Löwenberg 2016-18
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