Wappensiegel - Haxter-Chronik

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Wappensiegel
Lacksiegel aus der Sammlung von Otto Hupp

Was wäre uns von der deutschen Heraldik überliefert ohne den vortrefflichen Kunsthandwerker Otto Hupp (1859-1949)? Kaum ein Material, dessen er sich nicht angenommen und das er nicht meisterlich bezwungen hat. Seine Vielseitigkeit reicht vom Gravieren, Vergolden, Malen, Ätzen, Schneiden von Elfenbein und Holz, vom Keramikentwurf bis zur Gestaltung von Briefmarken, Exlibris, Aktien, Schrifttypen und Werbe-Signets, deren bekanntestes uns heute noch begleitet, das Spaten-Zeichen. Der in Düsseldorf geborene Sohn eines Graveurs und Medailleurs, von Anfang an künstlerisch interessiert, wird unweigerlich von der "Münchner Neurenaissance" angezogen, einer ästhetischen Erneuerungsbewegung um Rudolf Seitz, die eine Klärung und Reinigung des Kunsthandwerks durch die Besinnung auf eine eigene Vergangenheit sucht und deren Geist von nun an die Handschrift Hupps prägen wird. In diesem Rahmen findet seine Begegnung mit der Heraldik statt, die ihn ab 1885 zu Rekonstruktionen und Neuschöpfungen inspiriert. Wie im Katalog seiner Jubiläumsausstellung des Bayrischen Hauptstaatsarchives 1985 vermerkt, wäre eine deutsche Kommunalheraldik ohne Otto Hupp nicht denkbar. Werden die Münchner sich vor allem an seine "Kalender" aus den Jahren 1885-1936 oder das Bayrische Staatswappen von 1923 erinnern, so stammen von Hupp doch vor allem Standardwerke zur Wappenkunde, die für das 20. Jahrhundert stilbildend wurden. Neben seinen theoretischen Ausführungen zählt dazu das von 1894 bis 1928 erschienene Wappenwerk "Die Wappen und Siegel der deutschen Städte, Flecken und Dörfer, nach amtlichen und archivalischen Quellen bearbeitet von Otto Hupp". Von den geplanten zehn Bänden enstanden nur fünf, die 1913 in einer Volksausgabe erneut veröffentlicht wurden und als Grundlage der Wappenmarkensammlung der Kaffee HAG AG mit über 2800 deutschen Ortswappen ungeheure Verbreitung fanden.

Als Vorarbeiten sammelte Hupp Siegelreproduktionen, Wappenzeichen, etc. Diese umfangreiche Lackabdrucksammlung gilt als unerläßliche Ergänzung für den Vedutensammler und unentbehrliches Zeugnis der Wappen- und Siegelforschung.
Aus dieser Sammlung konnte ich den Siegellackabdruck von "Neuenheerse" erwerben.


NEUENHEERSE - Wappensiegel von 1551 (Siegellack rot, 5 cm Durchmesser)


Wappenmarke "Neuenheerse" aus der Wappenmarkensammlung der Kaffee HAG AG.

NEUENHEERSE - Wappenmarke von 1913
© by Mirko Haxter von Löwenberg 2016-18
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